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Das perfekte Steak grillen mit dem Gasgrill – Wie gelingt es?

perfektes steak gasgrill
steak grillen

So muss ein Steak aussehen!

Wie gelingt das Steak grillen mit dem Gasgrill?

Ein perfektes Steak zu grillen, wird oft als die Königsdisziplin angesehen. Das Steak sollte außen schön kross und innen saftig sein. Oftmals erreicht man jedoch leider genau das Gegenteil: Ein verbranntes, trockenes Steak. Doch auf was muss man achten um ein Steak saftig zu grillen? Mit den folgenden Tipps schafft es jeder ein perfekte Steak zu grillen

Steak ist nicht gleich Steak

Das Allerwichtigste zuerst: Das Steak selbst. In kurzen Worten, ein perfektes Steak gelingt nur wenn es auch die entsprechende Fleischqualität aufweist. Ein Steak für 6 Euro vom Discounter fällt also schon einmal raus. Beim Metzger des Vertrauens gibt es gute Qualität zu einem fairen Preis. Gute Qualität gibt es für rund 30 Euro pro Kilo.

Ein Rindersteak darf ruhig etwas dicker sein. Die Stärke des Steaks sollte etwa 3 bis 4 Zentimeter betragen. In der Regel wiegt ein Steak von dieser Stärke nicht weniger als 500 Gramm. Ist das Steak zu dünn geschnitten wird es schwierig den richtigen Garpunkt zu treffen und ein saftiges Ergebnis zu erzielen.

fleisch vom metzger

Gute Qualität vom Metzger gilt als Voraussetzung für ein gutes Steak

Die verschiedenen Zuschnitte vom Rind

Folgende Schnitte vom Rind eignen sich für ein gutes Steak auf dem Gasgrill:

  • Rumpsteak: Rumpsteaks zählen zu den bekanntesten Steaks überhaupt. Das Stück stammt aus dem Rückenteil des Rinds und enthält meist einen ein Zentimeter Fettrand. Beim Grillen sollte dieser dranbleiben, da er als Geschmacksträger wirkt. Anschließend kann man das Fett immer noch abschneiden. In den USA bezeichnet man Rumpsteaks als Strip Loin und in Großbritannien als Sirloin.
  • Entrecote: Das Entrecote (frz. entre = zwischen; côte = Rippe) wird auch als Rib-Eye bezeichnet. Dieses Stück Fleisch wird zwischen der achten und zwölften Rippe im Rücken entnommen. Im Gegensatz zum Filetstück, besteht das Entrecote aus mehreren Muskelsträngen.
  • Filet: Das Filetstück gilt als teuerstes Stück Fleisch eines Rindes. Das Stück ist versteckt unter dem hinteren Rücken. In den USA wird Filet auch als Tenderloin bezeichnet. (engl. tender=zart, loin=Lende)
  • T-Bone: Wegen seines in der Mitte verlaufenden T-förmigen Knochen ist ein T-Bone Steak eigentlich unverwechselbar. Es wird ebenso aus dem hinteren Rücken entnommen. Außerdem erhält es zwei Stücke Fleisch, wobei die eine durchwachsener ist.
  • Hüftsteak: Während man es hierzulande Hüftsteak nennt, heißt dieses Stück Fleisch Sirloin Steak in den USA. Es hat den Ruf recht zart und mager zu sein.
  • Flanksteak: Das Flanksteak wird aus dem Bauchteil des Rindes entnommen. Im Gegensatz zu den anderen Schnitten ist dieser Teil recht günstig zu haben. Wer ein Flanksteak richtig zu würzen weiß, wird nur wenig Unterschied zu anderen Schnitten feststellen. Oftmals kann es bis zu einem Kilogramm wiegen und ist so besonders für den großen Hunger geeignet.
rind zuschnitte

Die bekanntesten Zuschnitte vom Rind

Steak vor dem Grillen aus dem Kühlschrank entnehmen

Vor dem Zubereiten sollte man das rohe Fleisch mindestens eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank entnehmen. So kann es sich an die Umgebungstemperatur anpassen. Ein eiskaltes Steak auf dem Grill würde von außen anbrennen, aber innen noch roh sein. Gesalzt wird entweder 20 Minuten vor dem Grillen oder nach dem direkt nach dem Grillen/Ruhen.

Viele Experten sind der Meinung, dass es wichtig ist das Salz erst im letzten Moment zuzugeben, da es sonst dem Fleisch die Feuchtigkeit entziehe und trocken würde. Diese Aussage ist auch grundsätzlich richtig, aber über einen Zeitraum von 30 Minuten wird das Steak trotzdem weiterhin saftig bleiben. Das Salz hilft sogar auf der Oberfläche des Steaks dass die Kruste schön kross und braun wird.

Die 90-90-90-90 Methode

Ein Steak wird immer mit der direkten Grillmethode gegrillt. Dazu zündet man alle Brenner des Gasgrills und erhitzt ihn auf eine Temperatur von ca. 250 bis 300 Grad Celsius. Umso höher die Temperatur, desto knuspriger später die Kruste. Starke Gasgrills mit Sizzle Zone schaffen hier glühend heiße Temperaturen von 800 Grad Celsius. Ein Gusseisenrost benötigt zwar etwas länger zum Aufheizen, hat aber den Vorteil Hitze sehr gut speichern zu können. Ein Branden des Steaks ist damit sehr gut möglich. Vor dem Auflegen des Steaks sollte die Temperatur konstant stabil sein. 

Das perfekte Steak wird mit der 90-90-90-90 Methode bei geschlossenem Deckel gegrillt: 90 Sekunden bleibt das Steak unangetastet auf dem Rost liegen. Anschließend wird es um etwa 40 Grad – auf der gleichen Seite – gedreht.

Das scharfe Anbraten bei hohen Temperaturen löst die sogenannte Maillard-Reaktion aus, welche geschmackvolle Röstaromen auf der Oberfläche freigibt– und zum beliebten Branding (Schachbrettmuster) führt. Nach weiteren 90 Sekunden wird das Rindersteak das erste Mal gedreht gewendet und auf der anderen Seite für 180 Sekunden (40 Grad Drehung nach 90 Sekunden) zu Ende gegrillt. Sollten beim Grillen Flammen entstehen, wird das Steak im indirekten Bereich zu Ende gegrillt.

Wie treffe ich den perfekten Garpunkt?

Die einen mögen Rindersteak blutig, die anderen stehen eher auf “well done” Aber woher weiß man den nun welcher Garpunkt erreicht ist? Dafür nimmt man am besten ein Grillthermometer als Hilfe. Beim Einstechen sollte man darauf achten möglichst das Zentrum des Grillgut zu treffen. So kannst du die Kerntemperatur des Steaks messen. Je nach Geschmack lässt man das Rindersteak noch einige Minuten länger auf dem Gasgrill oder nimmt es bereits runter.

GarpunktTemperatur
englisch (blutig)48 – 52 °C
medium rare52 – 54 °C
medium56 – 60 °C
well done (gut durch)60 – 62 °C

Kerntemperatur ohne Grillthermometer herausfinden

Wenn du kein Grillthermometer zur Verfügung stehen hast, kannst du auch die Probe mit deinem Handballen machen. So lässt sich herausfinden, ob das Steak rare, medium oder well done ist. Vor dem Test solltest du die Mitte des Steaks drücken, um zu fühlen wie es nachgibt.

Nun legst du den linken Daumen und Zeigefinger zusammen und drückst mit dem rechten Zeigefinger auf den Handballen. Wenn das Steak soviel wie die Haut dort nachgibt, ist es rare gegrillt. Wenn du nun den linken Daumen und den Ringfinger zusammenlegst und mit dem anderen Zeigefinger fühlst, ist der Handballen schon härter. So in etwa fühlt sich ein Steak an, welches medium rosa gegrillt ist. Um zu prüfen ob ein Steak komplett durch ist legst du den linken Daumen und den linken kleinen Finger zusammen und drückst dann mit dem rechten Zeigefinger. Der Handballen gibt dann nur noch wenig nach, wie bei einem komplett gegarten Steak.

Nach dem Grillen muss das Rindersteak ruhen

Ist die deine gewünschte Kerntemperatur erreicht, ist das Steak fertig gegrillt. Nun sollte man dem Fleisch aber fünf  Minuten Ruhezeit geben. In dieser Zeit wird der beim Grillen in den Kern verlaufene Fleischsaft wieder gleichmäßig verteilt. Dazu packt man es mit der Grillzange in Alufolie und schließt diese. Die Ruhephase ist wichtig und entscheidet ob das Steak später saftig und zart schmeckt. Beim darauffolgenden Anschneiden sollte ein Schneidebrett mit Saftrinne genutzt werden. Wer möchte kann das Steak mit Saucen oder mit frischem Brot servieren. 

Mit unseren Tipps sollte es auch ein Grillanfänger schaffen das perfekte Steak auf dem Gasgrill zuzubereiten. Auch wenn es ein paar Anläufe gebraucht. Übung macht den Meister. Wir wünschen gutes Gelingen.


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